Dyskalkulie
ist schwer erkennbar, da die Erscheinungsbilder sehr unterschiedlich
sein können. Oft werden Wahrnehmungsstörungen, die im schulischen
Zusammenhang sich dann als Dyskalkulie - Rechenschwäche zeigen, erst
zu spät erkannt. Nämlich dann, wenn das Kind in der Schule
Schwierigkeiten bekommt. In dem Symptom, dass ein Kind nicht rechnen
kann, zeigen sich Entwicklungsverzögerungen, die bereits im
Kleinkindalter erkennbar und förderungsfähig sind.
Mehr darüber unter "Wahrnehmung, Sensorische Integration und Wahrnehmungsstörungen"
Früher wurden entwicklungsverzögerte Kinder als „Spätentwickler“ bezeichnet. Durch die zahlreichen Alltags- und Spielerfahrungen konnten in vielen Fällen einige aufgetretene Probleme in der Zeit des Wachstums ohne Hilfe behoben werden. Unsere heutige künstliche Lebensweise, die von Reizüberflutung, Bewegungsarmut, Einengung der natürlichen Lebensräume, Verkehr und Zeitreglementierung geprägt ist, werden Wahrnehmungsstörungen noch verstärkt.
Entwicklungsverzögerungen müssen so früh wie möglich erkannt werden. Einerseits sprechen fördernde Maßnahmen am besten an, je jünger das Kind ist, andererseits ist der schulische Leistungsdruck, der die Kinder psychisch und zeitlich stark in Anspruch nimmt, im Vorschulalter noch nicht so hoch. Durch Leistungsdruck und Schulversagen besteht die Gefahr, dass sekundäre Störungen auftreten. Wichtige Hinweise erhalten Eltern und Erzieher durch die Beobachtung der motorischen Entwicklung und dem spielerischen Verhalten des Kindes. Eltern müssen sich die Frage stellen: Welche Spiele vermeidet mein Kind? Welche Fähigkeiten bräuchte es für dieses Spiel?
Alles Fähigkeiten, die man auch für den Mathematikunterricht benötigt.