Zu den Lernvoraussetzungen gehört alles was mit Fähigkeiten wie Wahrnehmen, Erkennen, Erinnern, Denken und Vorstellungskraft zu tun hat.
Aufbau und Verinnerlichung von Zahlbegriffen, Mengen, mathematische Handlungen erfolgen in Phasen. Dabei muss jede Phase bewältigt und "begriffen" sein, bevor die nächste angegangen werden kann. Rechenstörungen haben meist ihre Ursache in nichtbewältigten frühen Phasen. Was damit gemeint ist, können Sie hier lesen...
Meistens ist die Ursache von Rechenschwäche und anderen Lernstörungen in einer Störung der Wahrnehmung und Sensorischen Integration zu finden. "Begreifen" geschieht über die Verknüpfung von Bewegung, Fühlen, Sehen, Hören usw.
"Die Ursache von Wahrnehmungsstörungen ist weniger in einem nicht funktionsfähigen Sinnesorgan zu finden, sondern in der mangelnden Fähigkeit Reize auszuwählen Wichtiges von Unwichtigen zu unterscheiden, Sinneseindrücke richtig einzuordnen, mit vorhandenen Erfahrungen zu verbinden und sie im Zentralennervensystem zu integrieren. "
Aus dem “Handbuch der Sinneswahrnehmung” von Renate Zimmer
Dieses Kind, das so konzentriert und hingebungsvoll am Rohr rumschmiert, macht hier im praktischen Alltagstun wichtige sensorische Grunderfahrungen: Es erlebt und spürt was die Begriffe "rund", "glitschig", "gekrümmt", "schaumig", "kalt", "metallisch", "hoch", "schmierig" beinhalten, lange bevor es die Wörter dazu kennt. Begriffe, mit denen es im Leben und Lernen umgehen wird. Um sie aber richtig anzuwenden, eine innere Vorstellung davon zu haben, dazu müssen sie mit erlebten Sinneserfahrungen im Gehirn verknüpft sein.
Dafür ist die wertvolle und begrenzte Kindheitszeit da -und nicht für Fernsehen und Autofahren!
Mangelnde Spielerfahrungen als Ursache für Rechenschwäche...
ADHS / ADS AufmerksamkeitsDefizit HyperaktivitätsStörung
Die Folge können leichte Hirnschädigungen und Entwicklungsverzögerungen sein, die dann als Wahrnehmungsstörungen in Erscheinung treten. Wie man bei Frühchen spätere Lernstörungen vorbeugen kann....
Viele, besonders räumlich-visuell beeinträchtigte Kinder kommen mit der Form und Struktur von Arbeitsblättern und Büchern nicht zurecht. Eben noch ist eine Aufgabe im Päckchenformat zu lösen, danach in Schneckenform. Da geht es von links nach rechts, dann wieder von oben nach unten usw. Heute wird eine Rechenoperation anhand des Zahlenstrahls erklärt, morgen soll das Kind die Aufgabe mit dem Hunderterbrett lösen.
Fehlender, schlechter oder ungeeigneter Unterricht kann natürlich auch zu Rechenproblemen führen, aber hat mit der eigentlichen Dyskalkulie, bzw. Rechenschwäche nichts zu tun. Mehr darüber....
Psychischer Stress, Leistungsdruck, Überforderung, Verlusterfahrungen, können ebenfalls Lernstörungen wie Dyskalkulie (Rechenschwäche) mitverursachen, bzw. verstärken. Weiterlesen...
Man geht von der Erkenntnis aus, dass jeder Mensch / Familie/ Gruppe usw. als ein autopoitisches (sich selbst regulierendes System) gesehen werden kann, das die Tendenz hat im Gleichgewicht zu bleiben. Mehr zum systemisch ökologischen Aspekt...