3. Psychomotorische Übungsbehandlung zur Wahrnehmung und Integration der Sinne als Lernvoraussetzungen
- Psyche = Wahrnehmen, empfinden, erleben, bewegt sein ...
- Motorik = Bewegen, handeln, ...
Diese beiden Bereiche sind wichtige Bestandteile der Entwicklung
und gehören zusammen!
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Psychomotorik ist eine Behandlungsform, die
über Bewegung- und Wahrnehmungsangebote die gesamte (nicht nur
motorische!) Entwicklung des Kindes fördert. Es geht also
nicht nur um "Ballspielen in der Halle" Vielen ist das nicht
deutlich.
Bewegung
dient dabei als Mittel zum Zweck! |
Ziel ist die Entwicklung, Stärkung, Erweiterung
seiner Ich-, Sozial,- und Sachkompetenzen. Das heißt: Über
Bewegungserfahrungen lernt das Kind mit sich selbst, mit seiner
materialen- und seiner personalen Umwelt adäquater umzugehen.
Konkrete Teilziele sind u.a.:
- Anregung zu vielseitigen Bewegungs- und
Wahrnehmungserfahrungen
- Verbesserung der Konzentrations- und Lernfähigkeit
- Förderung kreativen Handelns
- Schulung der gesamtkörperlichen Gewandtheit und
Koordinationsfähigkeiten
- Verbesserung der Selbstwahrnehmung, der Selbstkontrolle,
Selbständigkeit
- Stärkung des Selbstbewusstseins
- Schulung des Gedächtnisses
- Förderung der Raumorientierung
- Förderung der sozialen Wahrnehmung, der sozialen
Verantwortung, der Teamfähigkeit
- Herausforderung zu Problemlöseverhalten
- akustische, visuelle, taktil-kinästhetische Wahrnehmung und
Diskriminationsfähigkeit
- Verbesserung des Körpergefühls,
- Ausbildung des Körperschemas
u.v.a. mehr
Jedes Kind erfährt seine Umwelt über Bewegung und benötigt daher
Bewegungsmöglichkeiten in vielfältiger Weise um lernen zu können.
Bewegung stellt die Basis der Entwicklung dar. Alle anderen Bereiche
wie u.a. Sprache, Konzentrationsfähigkeit, Ich- Bewusstsein,
Körperkontrolle, Abstraktionsvermögen etc. entwickeln sich darauf
aufbauend.
Psychomotorik hilft insbesondere Kindern, die z.B.
- zu wenig Bewegung haben
- motorisch ungeschickt wirken
- langsam reagieren
- Wahrnehmungsmängel haben
- überaktiv sind
- unaufmerksam scheinen
- übermäßig ängstlich wirken
- kontaktarm sind
- wenig Selbstvertrauen haben
Literatur:
Bewährte Klassiker zum Thema Wahrnehmung und Sinnesintegration
von Grudrun Kesper
Weitere Bücher:
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